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SZINTIGRAPHIE

 

Eine Szintigraphie wird durchgeführt, wenn sich im Ultraschall Schilddrüsenknoten zeigen, die einen Durchmesser über 1,0 cm aufweisen.

Eine Szintigraphie ist auch indiziert bei Verdacht auf eine relevante Schilddrüsenautonomie mit der Gefahr einer Schilddrüsenunterfunktion (Hyperthyreose). Auch bei einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse kann ein Szintigramm hilfreich sein, wenn in der Initialphase der Erkrankung nicht sicher zwischen einer Autoimmunthyreoiditis Hashimoto und einer Immunhyperthyreose Typ Morbus Basedow unterschieden werden kann (bei ca.10% der Fälle beginnt eine Autoimmunthyreoiditis mit einer Überfunktion).

Es handelt sich bei der Szintigraphie um ein bildgebendes Verfahren. Das Bild wird Szintigramm genannt.

 

Im Rahmen der heute üblichen Technetium-Szintigraphie der Schilddrüse wird dem Patienten schwach radioaktives Technetium in die Vene injiziert. Technetium wird wie Jod rasch in die Schilddrüsenzellen eingebaut und stellt so hormonüberaktive (heiße Knoten) oder hormoninaktive (kalte Knoten) dar. Der Vorteil gegenüber radioaktiv markiertem Jod ist die um etwa das 60fach geringere Strahlenbelastung (Halbwertzeit des Tc: wenige Stunden, HWZ des radioaktiven Jods: ca. 8 Tage).

 

Zusätzlich wird bei der Szintigraphie der sogenannte Tc-Uptake gemessen. Der Wert gibt den prozentualen Anteil des in die Schilddrüse aufgenommenen Technetiums an. Ein sehr hoher Tc-Uptake wird bei Überfunktionen der Schilddrüse gefunden.